Baurstrasse

Standort: Baurstrasse 8, Hamburg-Bahrenfeld

Fläche: 18.400 m² ohne TG, 155 Wohnungen

Bauherr: Othmarscher Höfe Baurstraße GmbH & Co. KG

Freiraumplanung: Lichtenstein Landschaftsarchitekten

LPH: 1-5

Fertigstellung: Anfang 2021

An der Baurstraße in Othmarschen entsteht ein neuer Stadtbaustein. Das Bauvorhaben „Perlhof“ schließt nordwestlich an das Quartier „Othmarscher Höfe“ an und bildet dessen Abschluss in Richtung Baurstraße. Der Baukörper öffnet sich nach Süden mit einer U-Struktur und gewährleistet so eine ausreichende Belichtung sowie einen privaten und vom Außenlärm geschützten Innenhof. In ihrer Geschossigkeit orientieren sich die Häuser an der umliegenden Bebauung. Zur Erschließung der Geschosse dienen 8 Treppenhäuser.

Das Grundstück selbst wird durch zwei Zufahrten von der Baurstraße erschlossen. Diese befinden sich an der westlichen Grundstücksgrenze und werden durch einen das Gebäude umlaufenden Weg miteinander verbunden. Die Erschließung der Treppenhäuser erfolgt grundsätzlich barrierefrei über den Innenhof oder dem umlaufenden Weg. Die Tiefgarage wird über eine einspurige Rampe von der südlichen Zufahrt befahren. Das Grundstück soll vom öffentlichen Verkehr freigehalten werden und lediglich von Rettungs- und Müllfahrzeugen Befahren werden. Unter den Spielflächen im Innenhof befindet sich die gemeinsam genutzte Tiefgarage mit PKW- und Fahrradstellplätzen. In den Außenanlagen vor den Häusern werden zusätzlich Fahrradstellplätze für Besucher errichtet. Die Fassaden erhalten durch Vor- und Rücksprünge sowie zwei verschiedene Klinkerfarben eine vertikale Gliederung. Mit einer dritten Steinfarbe wird ein zweigeschossiger Sockel, der sich dunkel von den restlichen Geschossen absetzt, ausgebildet. Dieser wird nicht um das gesamte Gebäude geführt, sondern teilweise unterbrochen, was zu einem abwechslungsreichen Erscheinungsbild der Fassade führt und die Vor- und Rücksprünge partiell betont. Die Rücksprünge in den obersten Geschossen bilden nicht nur private Dachterrassen aus, sondern erlauben eine differenzierte Kubatur. Der Dachabschluss erhält ein Gesimsband aus Verblendsteinen. Während die Fenster im zweigeschossigen Sockelbereich mit Feldern aus Aluminiumpanelen zusammengefasst werden, erhalten die darüber liegenden Geschosse eine Gliederung durch zurückversetzte Fassadenfelder. Diese werden durch einen kleinen Versatz im Verblendstein hergestellt und durch eine dunkle Fugenfarbe betont.

Die überwiegend bodentiefen Fenster setzen sich aus zwei stehenden Hauptformaten zusammen. Ein schmaleres, einflügeliges und ein breiteres, zweiteiliges Format. Die nicht auf Außenflächen führenden Fenster werden mit einem Kämpfer unterteilt. Die Fensterrahmenprofile werden außen anthrazit beschichtet. Die Balkongeländer und das Geländer der Treppenhäuser werden als Flachstahl-Harfengeländer ausgeführt. Die Dächer werden als gedämmte Flachdachkonstruktion hergestellt und mit einer extensiven Begrünung versehen. Die Gebäudezugänge erhalten einen überdachten Vorbereich und werden durch eine Verkleidung aus Aluminiumpanelen optisch akzentuiert.

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