WB Transformation Bezirksamt Nord
- WETTBEWERB TRANSFORMATION EINES VERWALTUNGSGEBÄUDES BEZIRKSAMT NORD
- STANDORT KÜMMELLSTRASSE, ROBERT-KOCH-STRASSE, HAMBURG-EPPENDORF
- FLÄCHE 22870 M² BGF
- AUSLOBER RICHARD DITTING GMBH & CO. KG IM EINVERNEHMEN MIT DER FHH
Das Bezirksamt Hamburg Nord in Hamburg Eppendorf wurde ab 1953 nach Plänen des ehemaligen Oberbaudirektors Paul Seitz als mehrflügeliges Verwaltungsgebäude errichtet. Das Gebäude wurde damals nach neuen Gestaltungsideen konzipiert: Die sieben Gebäudeflügel sind locker und asymmetrisch in einer großzügig bemessenen Grünfläche platziert und mit unterschiedlichen Höhen geplant. Das Ensemble wirkt in alle Richtungen in den Stadtraum und ist als erster Verwaltungsneubau nach dem Krieg in Hamburg ein Zeichen für die demokratische Neuorganisation der Stadt. Ab 1960 wurde das Ensemble durch die Bücherhalle als solitärer Baukörper ergänzt. Die in den 80er-Jahren entstandene bauliche Ergänzung im Inneren des Planungsgebietes ist der einzige Gebäudeteil, der nicht unter Denkmalschutz steht.
Um das Gebäudeensemble im Sinne der ursprünglichen Entwurfsidee und des Denkmalschutzes sinnvoll zu ergänzen, bieten sich drei
Gebäudebereiche als Potentialflächen an:
1. Aufstockung als Stärkung des Solitärs im Westen
Um die ursprüngliche Entwurfsidee eines Solitärs aufzunehmen und zu verstärken, wird die bestehende Bücherhalle im Westen um drei Geschosse und ein Staffelgeschoss aufgestockt. Die Aufstockung nimmt die Grundfläche des Bestandsgebäudes auf und berücksichtigt die architektonische Idee des Bestandsgebäudes mit großen Fensterflächen an den Stirnseiten, die Innen- und Außenbereich ineinanderfließen lassen.
2. Ergänzung der Gebäudestruktur im Osten
Im Osten schließt der bestehende, viergeschossige Baukörper mit einer Brandwand ab. Um die Situation zum Marie-Jonas-Platz hin aufzuwerten, wird das Bestandsgebäude um einen zusätzlichen Winkelbau in Anlehnung an den Gebäudeabschluss auf der Westseite ergänzt. Damit bleibt die städtebauliche Grundidee erhalten, aber durch die öffentliche Nutzung des Erdgeschosses und einer neuen, offenen und belebten Fassadengestaltung nach Osten hin geöffnet.
3. Substituierung des 80er-Jahre-Gebäudes durch einen solitären Hochpunkt
Anstelle des 80er-Jahre-Gebäudes im Inneren des Planungsgebietes tritt ein solitärer Baukörper, der die Grundidee des frei in eine großzügige Grünfläche gestellten Gebäudeensembles wieder aufnimmt und die derzeitige geschlossene Hofsituation auflöst und neu definiert.
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