WB Hein-Sass-Weg

Neubau eines Bürohauses am HEIN-SASS-WEG 38 in Hamburg-Finkenwerder

Hochbauliches Workshopverfahren im Mai 2019

im Auftrag der Magna Real Estate, im Einvernehmen mit der FHHamburg

Ziel des Entwurfes war die Neubesetzung der prominenten Spitze am Fähranleger Rüschpark mit einem klar gegliederten, sich zum Wasser hin öffnenden Baukörper, der sich wie selbstverständlich in die bestehende Bebauung einfügt, als Gelenk zwischen den Bestandsbauten funktioniert und deren Formensprache subtil einbezieht und weiterentwickelt. Ein abgerundeter Ausschnitt öffnet das Gebäude zur Elbe hin und gibt dem Baukörper einen eleganten, leichten Ausdruck. Das Thema der Rundung wird auf der wasserabgewandten Seite etwas abgewandelt gespielt, um den Eingangsbereich zu definieren. Die Lage und Ausrichtung des Hochpunktes ist so gewählt, dass sich der Baukörper zur Eingangsseite am Hein-Sass-Weg und zur gegenüberliegenden Elbseite und dem Jenischpark als schlankes Gebäude präsentiert. Ein öffentlich zugänglicher Warftsockel verbindet das Gebäude durch eine breit angelegte Treppenanlage mit der Umgebung, das höhergelegene Erdgeschoss ist durch öffentliche Nutzungen bespielt.

Nutzung

Der Baukörper beinhaltet überwiegend Büros, das Fassadenraster von 1,35 m lässt flexible Nutzungsvarianten zu. Der zweigeschossige Sockel wird zur Wasserseite hin mit öffentlichen Nutzungen bespielt.

Erschließung

Der gesamte Neubau wird durch zwei Sicherheitstreppenhäuser erschlossen, die notwendig sind, da das Gebäude im Falle einer Überflutung durch die Feuerwehr nicht erreicht werden kann. Beide Treppenhäuser liegen im Inneren des Neubaus, um die maximale Bespielung der Fassade mit Büroräumen zu gewährleisten. Die vom Wendehammer Hein-Sass-Weg auf kurzem Wege zu erreichende TG ist mit 144 Stellplätzen im Warftgeschoss geplant, das mit einer Oberkante von 7,50 m sicherstellt, dass das Erdgeschoss nicht überflutet werden kann.

Materialien

Die Fassade ist, um mit dem Neubau an dieser prominenten Stelle einen Akzent zu setzen, mit geschlämmtem Mauerwerk in einem hellen Farbton geplant. Das Erdgeschoss und der Warftsockel sollen in dunkel eingefärbtem Beton ausgeführt werden. Die Materialien verleihen dem Baukörper einen handwerklichen Ausdruck, der bewusst im Gegensatz zur im Hafenbereich vorherrschenden Klinkerbauweise gehalten ist.

Haustechnik und statisches Konzept

Das haustechnische Konzept folgt den klaren Linien des Entwurfes. So sind die Sanitärräume übereinander angeordnet, so dass immer nur ein Ver- und Entsorgerstrang nötig ist. Das Tragwerk des Gebäudes besteht aus Decken, Wänden und Stützen aus Stahlbeton. Optimale Trägerabstände und eine direkte, vertikale Lastableitung stellen die Material- und Kosteneffizienz der Gebäudestatik sicher.

Freiflächen

In direktem Anschluss an den bestehenden Aussichtspunkt und den öffentlichen Fuß- und Radweg begleitend, öffnet sich die Warft mit einer Treppenanlage zur Elbe hin. Die öffentliche Warft soll durch gastronomische Nutzungen im Erdgeschoss des Neubaus bespielt werden.

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